green beyond the logo - Der Nachhaltigkeitspodcast der dc AG

#11 - Reporting nach dem deutschen Nachhaltigkeitskodex

dc AG Episode 11

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🌿 Was ist der Deutsche Nachhaltigkeitskodex? Wie läuft die Berichterstattung ab? In der elften Folge des Podcasts "green beyond the logo" geht es um die Berichterstattung nach dem Deutschen Nachhaltigkeitskodex (DNK). Wir erklären, was der DNK ist, geben Einblicke und Details zur Erstellung unseres Berichts und stellen unsere Strategie und Ziele vor. Dabei gehen Lisa und Tobi auf verschiedene Herausforderungen und Chancen ein. So ergibt sich eine weitere Maßnahme, mit der wir als Unternehmen dem Thema Nachhaltigkeit einen Schritt näherkommen 🌎🌱

🚨 Greenwashing-Alarm🚨 Wir beschäftigen uns seit 5 Jahren mit Nachhaltigkeit und haben schon viele Maßnahmen umgesetzt. Wir sind aber keinesfalls am Ende unserer Reise - Weder dc, Tobi oder Lisa sind schon "perfekte" Vertreter für Nachhaltigkeit - deshalb: Good vibes only ✌️

 Hosts:
Lisa Köppel ist seit 2019 bei dc und setzt sich neben ihrer Rolle als Team Lead im Online Marketing mit Herz und Seele als Chief Sustainability Officer für alle Nachhaltigkeitsthemen bei dc ein. In ihrer Freizeit lebt sie die Verbundenheit zur Natur: Egal ob Radfahren, Fotografieren oder Wandern.
Tobias Langmeyer ist Gründer und CEO der dc AG. Im Vorstand vertritt er das Thema Nachhaltigkeit. Neben Digitalisierung und E-Commerce zählen auch Theater, Sport und Vegan Food zu seiner Leidenschaft.

 Inhalt:
00:00 Intro 
00:39 Einführung
02:55 Erstellung des Reports
05:00 Start und Ziele
06:02 Strategie
08:45 Herausforderungen
09:30 Vorteile des DNK
11:44 Outro & Ausblick 

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Je nachdem, wie viel man schreiben möchte, kann man dies definitiv auf 30 Seiten anlegen. Es handelt sich um eine größere Angelegenheit, könnte man sagen. Es ist ein umfassender Report.
Green beyond the logo - der Nachhaltigkeitspodcast der dc AG, mit Tobi und Lisa. Unser Ziel ist es euch Impulse zu geben für euer eigenes Nachhaltigkeitskonzept oder Tipps für den Start. Wir sprechen als Unternehmen über Nachhaltigkeit, ich verstehe jeden der hier gleich Green Washing Alarm wittert, ich hoffe ihr nehmt uns ab, dass wir mit Herzblut dabei sind, wenn es um das Thema Nachhaltigkeit geht. Wollen aber auf keinen Fall sagen, dass wir als Person oder Unternehmen hier irgendwie perfekt sind. Wir sind auf einer Reise und darüber wollen wir mit euch sprechen. Let's go!
Herzlich willkommen zur elften Folge unseres Nachhaltigkeitspodcasts "Green Beyond the Logo". Wieder mit dabei ist mein Lieblingshost, Tobi. Hi Tobi! Hi Lisa! Heute sprechen wir über Berichterstattungen und Reporting im Nachhaltigkeitskontext. Wir schauen uns den DNK an. DNK steht für den Deutschen Nachhaltigkeitskodex. Richtig, erstmal, ja, wir haben ja auch schon darüber gesprochen. Es gibt schon viele Gesetzgebungen. Einige Unternehmen müssen ab einer gewissen Größe jährlich nach verschiedenen Standards Nachhaltigkeitsreports abgeben. Es gibt ganz verschiedene, auch internationale Standards, nach denen man reporten kann. Wir müssen noch nicht, haben uns aber freiwillig dafür entschieden, jährlich nach einem bestimmten Standard zu reporten, und da ist unsere Wahl auf den Deutschen Nachhaltigkeitskodex gefallen. DNK, Deutscher Nachhaltigkeitskodex. Das Schöne an dem Kodex ist, er wäre, wenn wir irgendwann international berichten wollen, eben auch anschlussfähig. Ja, das bedeutet, wir sind jetzt gut aufgestellt, reporten jährlich an den DNK. Sollte irgendwann ein Gesetz kommen, dass wir irgendwie nach dem internationalen Standard EU-weit reportpflichtig wären, dann könnten wir schon sehr gut auf dem aufbauen, was wir da jährlich tun. Und das ist natürlich eine gute Sache, sich da vielleicht freiwillig schon mal zu verpflichten, weil es zwingt einen dann am Ende, ne. Ihr habt ja in den letzten Folgen, glaube ich, schon einen ganz guten Einblick bekommen, was wir alles tun. Aber das ist für uns dann natürlich so eine externe Antriebskraft zu sagen: Jawohl, wir schreiben das auch einmal im Jahr zusammen, ne. Alle Maßnahmen, die wir gemacht haben, alles, was wir in Zukunft machen wollen. Wir haben über unsere CO2-Emissionen gesprochen, all sowas können wir dann wunderbar in so einen Nachhaltigkeitsreport verpacken, und der ist ja dann am Ende auch öffentlich einsehbar. Können da so ein bisschen eine Beweispflicht abgeben, also ein Beweis abgeben, dass wir da auch wirklich was tun, nicht nur drüber reden, sondern ihr könnt quasi auch immer auf die Webseite dieses Deutschen Nachhaltigkeitskodex gehen und euch da den Report von uns der letzten Jahre anschauen, aber natürlich auch von ganz vielen anderen Unternehmen. Also das Tolle ist ja, man kann da wirklich mal recherchieren, was gibt's denn in der Region für Unternehmen, die dabei sind. Kann sich auch einfach mal deren Nachhaltigkeitsbericht anschauen, voll also, das ist ein super spannende Angelegenheit. Das Ganze ist eben entspannt entstanden aus dem Rad der nachhaltigen Entwicklung und das Ziel von dem Ganzen, mal eben den Berichtsstandard zu schaffen, um eben Unternehmen so eine nachhaltige Wirtschaftsweise an die Hand zu geben. Und wenn wir jetzt so ein bisschen gleich in den Report auch reinschauen, werden wir merken, dass die Punkte, die wir da reporten, sich auch wiederfinden in den Theoriefolgen, die wir ganz am Anfang von diesem Podcast aufgenommen haben. Cool, erstmal Lisa, du bist bei uns zuständig fürs Thema Nachhaltigkeit. Das heißt, du hast auch die Aufgabe, jährlich diesen Report zu erstellen. Erzähl uns mal ein bisschen, wie läuft es überhaupt ab? Die haben auch eine digitale Plattform, und da gibst du den Report ab. Wie viel Zeit brauchst du dafür? Was werden dafür Fragen gestellt, dass man sich irgendwie vorstellen kann, was das Ganze ja für Aufgaben und für Zeit mit sich bringt, wenn man sich nach so einem Reporting-Standard quasi richten möchte? Ich gehe das Ganze jedes Jahr von vorne wieder durch und hangel mich dann quasi durch diesen Report, der über allgemeine Strategie, Prozessmanagement, Umwelt, Gesellschaft so einen kleinen Handlungsfaden sich da entlang zieht. Also, sind es einzelne Fragen, oder sind es eher so Themengebiete, und du musst den Text dafür schreiben? Also multiple choice oder musst du schon richtig schreiben? Musst schon richtig was schreiben, also es ist schon im Endeffekt ein richtig umfassender Report, wo du reporten musst, und zwar nicht auf Multiple-Choice-Basis, sondern wirklich aktiv Texte. Ja, ich kriege ja auch selber immer so die Feedbacks, die sind auch streng, ja, die sind superstreng. Also ich habe regelmäßig zwei bis drei Feedbackschleifen, deswegen auch nicht zurückschrecken, wenn da mal eine Feedbackschleife kommt. Das ist ganz normal, die sind da auch sehr sehr streng, achten, dass die Rechtschreibung auch passt, gucken sich auch den Vor-Report an und sagen: Hey, du hast doch was geschrieben, und on so und so und so, dass du das machen möchtest. Wie sieht denn das jetzt aus? Hast du jetzt gar nichts reportet? Also, kannst nicht einfach was unter den Tisch kehren, sagen: Gute Idee, haben wir jetzt doch nicht gemacht, sondern die fragen nach, genau die fragen aktiv nach. Es ist natürlich total okay zu sagen: Hey, aus dem und dem Grund konnten wir das einfach nicht umsetzen. Das ist okay, aber es ist wichtig, anzusprechen, warum es nicht funktioniert hat. Wenn die da selber so viel Zeit reinstecken, kostet die Teilnahme dann ja auch eine Gebühr? Wie funktioniert das?

Die Teilnahme ist kostenfrei. Du kannst dich so einfach anmelden mit deinem Unternehmen und einfach mal starten. Also, der Start ist leicht. Ich würde mal sagen, der erste Nachhaltigkeitsreport, den du mit deinem Unternehmen machst, den kannst du einfach mal starten. Da passiert erstmal überhaupt nichts, auch weil du keinen Vergleich zum Vorjahr hast. Das heißt, du fängst erstmal so ein bisschen an, und je nachdem, wie engagiert du das eben machst, wird es auch sukzessiv anspruchsvoller, weil du ja immer mehr machen möchtest und dich immer auch weiterentwickeln möchtest. Also, die Idee, so wie wir es machen, jedes Jahr neue Maßnahmen zu erarbeiten, steckt da auch irgendwie drin. Sie wollen auch hören, was denn so die Ziele des Unternehmens sind. Ist richtig, vollkommen richtig, und auch, was wir zuvor der Folge hatten mit Scope 1 bis Scope 3. Da geht's auch so ein bisschen bei den Ressourcen in der Umwelt drum: Hey, was wollt ihr machen, um diese Scopes zu reduzieren? Was sind eure aktiven Pläne dafür? Und wenn ihr keine Pläne habt, warum habt ihr keine Pläne?

Also, das ist schon auch so, ich möchte jetzt keine Angst machen, es geht aber wirklich darum. Was auch sehr beruhigend ist: das ist ein Standard, wo wirklich genau darauf geachtet wird, was tun wir überhaupt oder was tut das Unternehmen. Was ja auch gut ist für einen Standard, dass da nicht so schlampig umgegangen wird. Deswegen das finde ich eher positiv.

Auf jeden Fall, ja. Was sind denn so die Bereiche, die dir schon total leicht fallen, die auszufüllen, weil wir vielleicht auch schon viel tun, und was sind so die Bereiche, wo du sagst: Okay, da müssen wir noch nachlegen, oder es ist einfach so komplizierter, weil man die Daten schwerer ermitteln kann? Kannst du uns einen kleinen Einblick geben?

Also, was ich immer sehr leicht finde – also nicht sehr, sehr leicht, aber was mir leichter fällt in der Umsetzung, ist natürlich die Strategie. Wir überlegen uns jedes Jahr neue Maßnahmen. Das heißt, ich kann wirklich sagen: Hey, dieses Jahr nehmen wir diese Maßnahmen. Und da wir das ja auch nicht nur für das aktuelle Jahr planen, sondern auch schon für das zukünftige Jahr, kann ich auch gleich einen Ausblick geben, den ich dann im nächsten Report wieder erklären kann, warum wir das gemacht haben und dass wir das schon gemacht haben. Das ist natürlich so, wie wir das machen, sehr angenehm. Deswegen auch der Tipp an der Stelle: Wenn ihr euch Maßnahmen überlegt, plant das nicht nur auf ein Jahr, sondern einfach auf mehrere Jahre. Cool, wie lange ist so ein Report am Ende insgesamt? Das ist eine gute Frage. Dadurch, dass alles digital ist, kann ich das gar nicht genau sagen. Aber es gibt den allgemeinen Teil, dann gibt es einen Strategieteil, einen Prozessmanagementteil, einen Umweltteil und einen Gesellschaftsteil. Das heißt, wir haben fünf Teile und in diesen fünf Teilen haben wir so ungefähr sechs Unterpunkte. Das heißt, 5 x 6, also 30 Unterpunkte, oder vielleicht sogar 40. Zu denen ist dann schon immer eine ganze Seite zu schreiben. Von daher kann man vielleicht schon so sagen, dass es sich um 30 bis 40 Seiten handelt. Okay, also es ist auf jeden Fall, je nachdem wie viel man natürlich schreiben möchte, aber man kann das schon definitiv auf 30 Seiten anlegen. Es ist eine größere Angelegenheit, kann man sagen, es ist ein umfassender Report.

Cool, wie viel kannst du aus dem Vorjahr übernehmen? Das kommt ein Stück weit darauf an. Also, es gibt natürlich diese allgemeinen Teile – wer sind wir überhaupt als die dc, ich meine, wer sind wir von dc, das ändert sich ja nicht jedes Jahr, ne. Also das kann man natürlich immer wieder übernehmen. Man muss darauf achten, immer anzupassen, dass es vielleicht mehr Mitarbeitende gibt. Da wird auch jetzt im Bereich Gesellschaft darauf geachtet, dass die Unternehmen divers aufgestellt sind. Das heißt, hey, was habt ihr für einen Anteil an Frauenquote, beispielsweise, wie viele Frauen haben Führungspositionen? Da haben wir ein ganz eigenes Programm geschaffen, vielleicht können wir da in ein paar Jahren auch mal einen Podcast drüber drehen. Da sind wir ja gerade erst ganz am Anfang, ne. Unser Programm heißt Diversity, Gleichberechtigung und Inklusion. Da ist die WK Victoria bei uns zuständig und hat gerade erst mit den ersten Maßnahmen begonnen. Wir gehen das ähnlich an wie auch Nachhaltigkeit, aber sage ich mal, bei uns in dem Extraprogramm kommt das aber hier im Reporting durch, ganz genau. Und dann merken wir auch, dass diese ganzen Bereiche, wie jetzt Diversity, Nachhaltigkeit oder auch Unternehmensführung, wie wir jetzt auch schon einen holocracy approach haben, bei uns trotzdem alle zusammenhängen. Und das finden wir in diesem Report auch klar, da gibt's auch Schnittstellen. Ein Holocracy-Ansatz ist ein bisschen, wie wir als Firma leben. Ist ja Nachhaltigkeit auch wieder ein Unterpunkt, und den haben wir natürlich hier gemeinsam als eigenen Punkt mit ganz vielen Maßnahmen, und jetzt sogar im eigenen Podcast. Genau, das ist eine Familie, und alle sind miteinander verwandt.

So ist es. Cool, jetzt erzähl mal, was sind die Sachen, die dir schwerer fallen, oder wo wir vielleicht auch als dc noch gar nicht gut aufgestellt sind? Hast du da ein Gefühl aus diesem Report? Genau, also da geht's jetzt, finde ich, was so ein bisschen schwieriger ist, ist jetzt für uns in der Vergangenheit gewesen, so die ganzen Zahlen, wie viel Strom verbrauchen wir überhaupt, was ist vielleicht das, was wir im Poolfahrzeuge verbrauchen und so weiter und so fort. Das war in der Vergangenheit sehr, sehr viele kleine Punkte, die nicht richtig zusammenzuführen waren. Jetzt, im Zuge von unserem CO2-Fußabdruck, ist es wirklich so, dass wir sagen: Hey, wir gucken uns das jetzt mal genau an und wollen es in der Zukunft immer besser zusammen sammeln, und das hilft mir natürlich auch für den Nachhaltigkeitsreport.Wow, das klingt wirklich nach einem gründlichen und sinnvollen Prozess! Das ist großartig, dass ihr durch das jährliche Ermitteln eures CO2-Fußabdrucks inzwischen gut in der Lage seid, den Report umfassend auszufüllen. Das gibt dem Ganzen nicht nur mehr Gewicht, sondern verstärkt auch die Ernsthaftigkeit und Glaubwürdigkeit eures Engagements für Nachhaltigkeit im gesamten Unternehmen.

Es ist auch super, dass ihr eine solche Transparenz an den Tag legt, indem ihr den Report öffentlich zugänglich macht. Das unterstreicht nicht nur euer Engagement für Nachhaltigkeit, sondern ermöglicht auch anderen, eure Fortschritte und Herausforderungen nachzuvollziehen. Das bietet eine hervorragende Vergleichbarkeit und stärkt das Vertrauen in euer Nachhaltigkeitskonzept, sowohl intern als auch extern.

Die Möglichkeit, den Report auf der Webseite des Deutschen Nachhaltigkeitskodex zu veröffentlichen, ist ebenfalls eine tolle Sache. Dass jeder euren Report unter 'dc' suchen und die Fortschritte über die Jahre verfolgen kann, spricht für eine hohe Transparenz und Offenheit.

Ich finde es beeindruckend, wie engagiert du und das gesamte Team dieses Projekt jedes Jahr angeht. Es ist absolut lobenswert, dass ihr euch freiwillig solchen Standards unterwerft und dadurch zeigt, dass ihr ernsthaft daran interessiert seid, in Sachen Nachhaltigkeit eine führende Rolle einzunehmen.

Viel Erfolg weiterhin bei der Erstellung des Reports für das aktuelle Jahr! Ich freue mich schon auf die nächsten Tipps in eurem Podcast, die sicherlich vielen Hörerinnen und Hörern helfen werden, ihre eigenen Nachhaltigkeitsziele zu erreichen oder zu erweitern. Bis zur nächsten Folge!